Foto: spreeagenten

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In Vorbereitung:
MÄDCHENORCHESTER

Musiktheater mit klassischer und elektronischer Musik nach Erinnerungen der Mitglieder des Frauenorchesters Auschwitz

"Wenn wir nicht gut spielen, kommen wir ins Gas." (Alma Rosé, 2. Dirigentin des Mädchenorchesters)

Das Räderwerk der Vernichtungsmaschinerie Auschwitz dreht sich – begleitet von Orchestermusik. Musizieren auf Befehl, musikalische Zwangsarbeit. Frauen im Alter von 16 bis 40 Jahren sehen unvorstellbares Grauen und müssen dazu aufspielen. Die Musik erfüllt Funktionen: Sie ist Ausdruck der Macht der Nationalsozialisten, sie koordiniert und rhythmisiert Arbeit, sie beruhigt und quält, sie dient der Unterhaltung und Entspannung der SS-Offiziere. Die Frauen müssen funktionieren, sie spielen um ihr eigenes Leben.

Das zeitgenössische Musiktheater der spreeagenten widmet sich den Erinnerungen von Zeitzeuginnen, die Mitglieder des Frauenorchesters von Auschwitz waren. Es entsteht ein grenzüberschreitender Dialog zwischen Text und Musik; klassischem Repertoire und elektronischer Neukomposition; zwischen Vergangenheit und Gegenwart; Zeitzeuginnen, Ensemble und Publikum zu den Fragen „Wie kann man überleben?“ und „Was bedeutet mir meine Kunst?“

„Wir haben gezittert und geweint, uns sind die Tränen runter gelaufen. Du konntest den Menschen nicht helfen, du wusstest, die gehen jetzt ins Gas und du musst da stehen und musst spielen.“ (Esther Bejarano)

Eine Gruppe junger Darsteller*innen und Orchestermusiker*innen bilden gemeinsam mit Profis aus den Bereichen Schauspiel und Gesang das Ensemble. Sie werden zum Klangkörper der Erinnerungen der Musikerinnen von Auschwitz und ihrer individuellen persönlichen und künstlerischen Verarbeitung über das Ende des Zweiten Weltkrieges hinaus.

Man kann Musik nicht beschmutzen. Musik ist unberührbar, das ist das Wunderbare, das ist die Kraft der Musik. (Anita Lasker- Wallfisch)

Premiere: 29. August 2019, 19 Uhr
Weitere Vorstellungen: 30.08. 20 Uhr, 19.09., 19 Uhr,  20.09. 20 Uhr
Heimathafen Neukölln, Karl-Marx-Straße 141, 12043 Berlin
Tickets:
Telefon 030. 56 82 13 33 karten(at)heimathafen-neukoelln.de
www.heimathafen-neukoelln.de

Mit:
Sonja Kessner (Schauspiel)
Anna Langner (Sopran)

 Junges Ensemble:
Lea Böhm, Elli (Liam) Drews, Mounir El-mohamad, Denise Priegnitz, Emelie Stein, Rudi Stein, Jardel Tibusseck

Orchester:
Josephin Berger, Cornelius Bernitzky, Gabriela van Dijk, Jonas Fink, Yves Hachenberger, Anne Hänisch, Luise Homann, Sophie Irmer, Hanna Ittner, Rebecca Meisel, Sophie Oberschmidt , Leon Pester, Adrian Petersen, Lukas Postulka, Tobias Ronneberg, Florian Schumann, Birte Tröger, Emeli Tröger, Therese Wegerich, Nele Wolf, Olga Yanchuk

Konzept, Regie: Susanne Chrudina I Musikalische Leitung, Komposition: Munsha I Orchesterleitung: Till Schwabenbauer I Ausstattung: Stefan Oppenländer I Dramaturgie: Sabine Salzmann I Produktionsleitung, Regieassistenz:  Chris Wohlrab I Dirigat, Musikwissenschaftliche Mitarbeit:  Gabriela van Dijk I Pädagogische Begleitung: Jördis Gierig I Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Nora Gores I Filmdokumentation:  Branka Pavlović I Grafik: Ulrich Kochinke I Hospitanz Technik: Tjark Lasch

 Eine Produktion der spreeagenten in Kooperation mit der Ernst-Haeckel-Schule, dem Jugendorchester der Schostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg, dem Jugendkammerorchester Berlin e.V., dem Heimathafen Neukölln und TATWERK | Performative Forschung.

Gefördert durch den HAUPTSTADTKULTURFONDS und aus Mitteln des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung. 
Wir danken dem Staatlichen Museum und Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau für die Unterstützung.

Photos: spreeagenten; 1) Das Mädchenorchester Auschwitz – so, wie es der Mithäftling Mieczysław Kościelniak erlebte und 1944 zeichnete// Girls Orchestra - drawing by concentration camp prisoner Mieczysław Kościelniak ; 3) Michal Rovner, Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau //Michal Rovner at Auschwitz Memorial and Museum

Photos: spreeagenten; 1) Das Mädchenorchester Auschwitz – so, wie es der Mithäftling Mieczysław Kościelniak erlebte und 1944 zeichnete// Girls Orchestra - drawing by concentration camp prisoner Mieczysław Kościelniak ; 3) Michal Rovner, Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau //Michal Rovner at Auschwitz Memorial and Museum